Neurologische Krankheitsbilder

Anfallsleiden:

s. Epilepsie
 

Alzheimer-Krankheit:

Eine über Jahre langsam fortschreitende Demenzerkrankung des Gehirns, die vorwiegend im Alter auftritt und mit fortschreitender Abnahme von Hirnfunktionen einhergeht.
 

Bandscheibenvorfall:

Erkrankung der Wirbelsäule, bei der Teile der Bandscheibe in den Rückenmarkskanal vortreten.
Symptome: Starke ausstrahlende Schmerzen, oft mit Taubheitsgefühl, gelegentlich mit Lähmungserscheinungen.
 

Bewusstseinsstörung:

Beeinträchtigung der Selbstkontrollfähigkeit und der Gesamtheit aller gegenwärtigen empfundenen psychischen Vorgänge. Die schwerste Form der Bewusstseinsstörung ist das Koma (Bewusstlosigkeit).
 

Bewusstlosigkeit:

s. Bewusstseinsstörung
 

Demenz:

Eine fast immer im Alter auftretende Erkrankung des Gehirns, bei der es zu einer fortschreitenden Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit kommt. Die am häufigsten auftretende Form der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit.
 

Epilepsie:

Fallsucht, Krampfleiden, bezeichnet ein Krankheitsbild mit mindestens zwei wiederholt spontan auftretenden Krampfanfällen, die nicht durch eine vorausgehende erkennbare Ursache hervorgerufen wurden.
 

Gefühlsstörungen:

s. Sensibilitätsstörungen
 

Händezittern:

s. Zittern
 

Hirnerschütterung:

Leichte Hirnverletzung mit kurzer Bewusstlosigkeit.
 

Hirntumor:

Gewebswucherung des Gehirns. Meistens entstehen sie aus Nervenstützgewebe oder der Hypophyse oder es handelt sich um Tochtergeschwülste aus anderen Organen.
 

Lähmung:

Unfähigkeit, einzelne Körperteile oder ganze Bereiche des Körpers zu bewegen.
 

Karpaltunnelsyndrom:

Krankhafte Einengung des Nervus medianus im Bereich der Handwurzel. Typisches Erstsymptom sind nächtlich auftretende Schmerzen oder Missempfindungen (pelzige Hände).
 

Kopfschmerz:

Neben Rückenschmerzen die häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Man unterscheidet primäre Kopfschmerzen (Migräne, Clusterkopfschmerz, Spannungskopfschmerzen) und sekundäre Kopfschmerzen (Kopfschmerz nach Trauma, bei Hirntumoren, Blutungen etc.).
 

Migräne:

Ist eine neurologische Erkrankung, die durch einen anfallsartigen und meistens halbseitigen Kopfschmerz gekennzeichnet ist, der oft von zusätzlichen Symptomen, wie beispielsweise Übelkeit begleitet wird.
 

Meningitis:

Hirnhautentzündung: Bezeichnet eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute. Die meisten Meningitiden sind infektiöser Genese, darüber hinaus können verschiedene Systemerkrankungen oder bösartige Veränderungen sowie ionisierende Strahlen oder intrathekal verabreichte Medikamente eine Meningitis verursachen.
 

Multiple Sklerose:

Ist eine entzündliche demyelinisierende Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie ist mit der Epilepsie eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen im jungen Erwachsenenalter. Bei der Multiplen Sklerose treten im Marklager von Gehirn- und Rückenmark verstreut multiple entzündliche Entmarkungsherde auf, die vermutlich durch den Angriff körpereigener Abwehrzellen auf die Myelinscheiden der Nervenzellen verursacht werden. Die Multiple Sklerose kann prinzipiell fast jedes neurologische Symptom verursachen, da die Entzündungsherde, die die Multiple Sklerose charakterisieren, überall im Zentralnervensystem auftreten können.
 

Myoklonien:

Rasche unwillkürliche Muskelzuckungen, die häufig als Begleitsymptom einer Vielzahl von neurologischen Erkrankungen vorkommen.
Ursachen: Epilepsie, Tics sowie eine Vielzahl anderer Erkrankungen.
 

Nervenschmerz:

s. Neuralgie
 

Neuralgie:

Nervenschmerzen. Die Neuralgie bezeichnet Schmerzen, die sich im Versorgungsgebiet eines Nervs ausbreiten. Neuralgien entstehen durch Schädigung peripherer Nerven. Diese können durch Druck (z.B. Bandscheibenvorfall), Entzündungen (z.B. Herpes zoster), Stoffwechselstörungen (z.B. Diabetes mellitus), Strahlung oder Verätzungen entstehen.
 

Neuropathie:

Sammelbegriff für viele Erkrankungen des peripheren Nervensystems.
Primäre Neuropathie ist in der Regel vererbt.
Sekundäre Neuropathien sind meist auf Beeinträchtigungen des neuronalen Stoffwechsels oder auf entzündliche Vorgänge zurückzuführen.
Häufige Ursachen: Diabetes mellitus, Alkohol, Medikamente.
 

Parkinsonkrankheit:

Schüttellähmung oder Zitterlähmung, langsam fortschreitende neurologische Erkrankung. Die vier Hauptsymptome sind Rigor (Muskelstarre), Tremor (Muskelzittern), Hypokinese (Bewegungsarmut) sowie posturale Instabilität (Haltungsinstabilität). Ausgelöst wird sie durch das Absterben von Zellen in der Substantia nigra, einer Struktur im Mittelhirn, die den Botenstoff Dopamin herstellt.
 

Pelzigkeit:

s. Sensibilitätsstörungen
 

Polyneuropathie:

Erkrankung des peripheren Nervensystems. Abhängig von der jeweiligen Ursache können motorische, sensible oder vegetative Nerven betroffen sein.
Häufige Ursachen: Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz, Alkoholmissbrauch, Medikamente, Giftstoffe.
 

Schwindel:

Subjektives Empfinden eines Drehgefühls oder Schwankens oder das Gefühl der drohenden Bewusstlosigkeit. Man unterscheidet Dreh-, Schwank-, Lift-, Bewegungs- und unsystematischen Schwindel. Außerdem wird eine Kreislaufschwäche oft Schwindel genannt.
 

Sehstörung:

Vorübergehende oder anhaltende krankhafte Beeinträchtigung des Sehapparates. Sie äußert sich durch ein Schwarzwerden vor einem oder vor beiden Augen, durch den Ausfall von Teilen des Gesichtsfeldes, durch ein Doppeltsehen, einen Tunnelblick, Flimmerlinien, Verzerrungen oder verschwommenes Sehen.
 

Sensibilitätsstörungen:

Veränderung der haptischen Wahrnehmung (haptikos = greifbar: haptische Wahrnehmung: Aktives Erfühlen von Größe, Konturen, Oberflächentextur, Gewicht usw. eines Objektes durch Integration aller Hautsinne und der Tiefensensibilität.)
Je nach betroffener Qualität und Art der Störung werden folgende Formen unterschieden:

Verringerte Tastempfindlichkeit

Erhöhte Tastempfindlichkeit

Veränderte Wahrnehmung bei Berührung

Schmerzhafte Wahrnehmung der Berührung

Unangenehme bis schmerzhafte Empfindung ohne adäquaten Reiz, oft als "Kribbeln", "Ameisenlaufen" oder "Pelzigkeit" oder "elektrisierendes Gefühl" beschrieben.

Störung der Schmerzempfindlichkeit

Störung der Empfindlichkeit für Temperaturunterschiede

Trigeminusneuralgie:

Äußerst schmerzhafter Reizungszustand des 5. Hirnnerven, des Nervus trigeminus.
 

Tremor:

Zittern: meist das Symptom einer anderen zugrundeliegenden Erkrankung, Vorkommen z.B. beim Parkinsontremor.
 

Zittern:

s. Tremor
 

Zuckungen:

s. Myoklonien
 

Startseite Kontakt Impressum / Datenschutz

© 2018 Dr. med. Bernd Straub