Psychiatrische Krankheitsbilder

ADHS:

Die Aufmerksamkeits-Defizit-/Hyperaktivitätsstörung ist eine bereits im Kindesalter beginnende psychische Störung, de sich primär durch leichte Ablenkbarkeit und geringes Durchhaltevermögen sowie ein leicht aufbrausendes Wesen mit der Neigung zum Handeln ohne Nachdenken, häufig auch in Kombination mit Hyperaktivität (ADHS) auszeichnet. Etwa 3-10 % aller Kinder zeigen Symptome i.S. einer ADHS. Die Symptome können mit unterschiedlicher Ausprägung bis in das Erwachsenenalter hinein fortbestehen.
 

Alkoholkrankheit:

Ist eine Abhängigkeit von der psychotropen Substanz Öthanol. Es handelt es sich um eine progressive Krankheit, in deren Verlauf sich die Beschaffung und der Konsum von Alkohol zum lebensbestimmenden Inhalt entwickeln können. Typische Symptome sind der Zwang zum Konsum, fortschreitender Kontrollverlust, Vernachlässigung früherer Interessen zugunsten des Trinkens, Leugnen des Suchtverhaltens, Entzugserscheinungen bei Konsumreduktion, Nachweis einer Toleranz gegenüber Alkohol (Trinkfestigkeit) sowie die Veränderung der Persönlichkeit.
 

Angststörungen:

Sind psychische Störungen, bei denen die Furcht vor einem Objekt oder vor einer Situation oder unspezifische Ängste im Vordergrund stehen.
 

Demenz:

Eine fast immer im Alter auftretende Erkrankung des Gehirns, bei der es zu einer fortschreitenden Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit kommt. Die am häufigsten auftretende Form der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit.
 

Depression:

Die Krankheit Depression ist charakterisiert durch die Symptomverbindung von

Antriebhemmung, zu der auch eine Denkhemmung gehört.

trauriger Stimmung,

innere Unruhe,

Schlafstörungen. Diese Schlafstörungen sind Ausdruck eines gestörten Schlafrhythmus. Häufig geht es dem Kranken in den frühen Morgenstunden so schlecht, dass er nicht mehr weiterschlafen kann.

Die Depression ist die am häufigsten auftretende psychische Erkrankung.
Die Winterdepression ist eine saisonal auftretende Form für die ein Mangel an Sonnenlicht ursächlich zu sein scheint.
Die Bezeichnung Altersdepression ist überflüssig, da sich eine depressive Episode im Alter nicht von der in jungen Jahren unterscheidet.
 

Essstörungen:

Von Magersucht bis zur Esssucht mit körperlicher Fettsucht als Folge gibt es eine breite Palette der Essstörungen. Die Grenzen sind nicht immer klar zu definieren und es besteht meist ein ursächlicher Zusammenhang, selbst zwischen den äußersten Auswüchsen wie Magersucht und Esssucht. Nicht selten wird eine Erkrankungsform aus dieser Palette durch eine andere abgelöst, was umso deutlicher macht, dass es sich um psychische und nicht um körperliche Erkrankungen handelt.
 

Nervenzusammenbruch:

Bei einem Nervenzusammenbruch handelt es sich um eine umgangssprachliche unpräzise Bezeichnung für einen psychischen Ausnahmezustand, meist nach traumatischen Erlebnissen, wie z.B. Unfällen, Todesfällen, Naturkatastrophen oder sonstigen traumatischen Ereignissen.
 

Neuroleptikum:

Medikament, das als psychotrope Substanz eine antipsychotische Wirkung besitzt und vor allem zur Behandlung von Psychosen eingesetzt wird.
 

Schizophrenie:

Ist als eine Diagnose für psychische Störungen des Denkens, der Wahrnehmung und der Affektivität gekennzeichnet, wobei verschiedene symptomatische Erscheinungsformen unterschieden werden. Die Schizophrenie ist eine der häufigsten Diagnosen im stationären Bereich der Psychiatrie.
 

Sucht:

Im offiziellen Sprachgebrauch der Weltgesundheitsorganisation existiert der Begriff "Sucht" von 1957 bis 1963. Danach wurde er durch "Missbrauch" und "Abhängigkeit" ersetzt. In wissenschaftlichen Arbeiten wird der Begriff "Sucht" daher seltener verwendet. Umgangssprachlich werden Abhängigkeit und Sucht synonym verwendet. Sucht ist weit verbreitet.
Wortherkunft: Es geht auf "Siechen" zurück, das Leiden an einer Krankheit. Im heutigen Sprachgebrauch ist das Adjektiv "siech" (vergleiche auch englisch "sick") ist noch regional gebräuchlich.
Der moderne Suchtbegriff i.S. von Abhängigkeit bildete sich erst im 20. Jahrhundert. Anfänglich bezog er sich nur auf die Trunksucht, den Alkoholismus, später wurden auch andere Abhängigkeiten als Sucht bezeichnet, wobei sich auch dort die Krankheitsbezeichnung auf das Suchtmittel bezieht, beispielsweise Nikotinsucht.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Abhängigkeitsbegriff auf andere zwanghafte Ersatzhandlungen erweitert. Patienten können dabei ihrem Suchtverhalten ähnlich ausgeliefert sein wie Substanzabhängige. Diese Verhaltenssüchte - in immer neuen Varianten- werden nach der jeweiligen Handlung benannt: Spielsucht, Sexsucht, Arbeitssucht, Kaufsucht, Esssucht, Internetsucht etc.
 

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© 2018 Dr. med. Bernd Straub